In Zurückhaltung geübt
...ich denke im Nachhinein manchmal in zuviel zurückhaltung… das liegt glaub ich mitunter daran, dass ich keine überhasteten Äußerungen mag, nichts übereilt sagen will. Mir ist es wichtig - bevor ich öffentlich Stellung beziehe - Punkte vor Gott zu bringen und Aspekte abzuwägen. Das ging beim Konzil irgendwie schlecht, weil der Konzilprozess extrem schnelllebig war... dann dachte ich mir immer wieder: der Punkte wurde ja schon irgendwie gesagt...und ja: da war auch Menschenfurcht...das tut mir sehr leid Gott…..Gegen Ende des Konzils war ich, muss ich gestehen, auch etwas resignativ, denn ich hatte das Gefühl, wichtige Punkte wurden nicht gewichtet, aber ein erneutes Einbringen der Punkte, hätte nichst geändert...
Warum schreibe ich jetzt diesen Blogeintrag? Weil unser Gott groß ist und ich davon überzeugt bin: Gott ist nicht resignativ! Mit Gott an unserer Seite ist Hoffnung und: Es ist noch nicht alles gelaufen
- Gedanken zu Wichtigem und Nebensächlichen
vieles wurde diskutiert…. manchmal wie in einem Nebel von Worten… Ich habe mich so oft gefragt: wo liegt jetzt eigentlich das Problem? Worüber diskutieren wir hier eigentlich? Ich glaube es wurde sehr viel über Sachen diskutiert, die zweitrangig waren und das Wichtige lag oft unter der Hitzigkeit der Debatte verborgen.
Ich glaube Wir als Menschen brauchen die Veränderung nicht die Strukturen. Das Problem der Jesusfreaks ist kein Strukturelles Problem. Ich glaube unsere Strukturen sind im großen und ganzen gut. Es geht meiner Meinung nach viel um Vertrauen… Vertrauen in Gott, in sein Reden und sein Wort, und auch sehr viel um Vertrauen in Menschen und in Leiterschaft….
Das witzige und interessante dabei ist, dass das Konzil selbst schon etwas dazu beigetragen hat das zu ändern. Leute haben sich kennen und lieben gelernt, ausgetauscht, vertrauen gefasst…. yeah!!
Aber sobald es dann um den offiziellen Teil ging, sahen die Statements wieder anders aus. Vieles was dort gesagt und geschrieben wurde, diente meiner Meinung nach dazu den Missbrauch von etwas Gutem zu verhindern. Die Tendenz war also eher passiv, abwehrend vorzusorgend, als auf Gott vertrauend vorwärtsgehend…
vielleicht war ein radikaler Aspekt an uns Jesusfreaks früher, dass wir Gott vertraut haben? Und nun wollen wir wieder selbst vorsorgen, falls er unsere Dinge doch nicht in der Hand hat??? Das kann dann das Einführen von menschlichen Sichheitsmechanismen bedeuten - für den Fall dass Menschen Gottes Prinzipien missbrauchen und zum angstvollen Abschaffen der Prinzipien an sich führen, damit sie ja niemand missbraucht.
Aber es gilt ganz klar: abusus non tollit usum: die Tatsache, dass eine Sache missbraucht wird, macht die Sache an sich nicht schlecht… Gott hat so viele tolle Sachen in seine Schöpfung reingelegt.. z.B. ist Sex gut, aber nicht wenn ihn viele Menschen missbrauchen. Ebenso ist das mit Essen und Leitung. Bedeutet das jetzt aufhören zu essen, aufhören Sex zu haben, aufhören Leitung zu haben? Wir berauben uns etwas Tollem, wenn wir Gottes Geschenkeschatztruhe schließen, weil wir Leute erlebt haben, die sie missbraucht haben…
und das Phantastische ist: Gott teilt uns mit, wie wir die Geschenke richtig nutzen: in der Bibel, im Beten und in seinem Reden ist die Gebrauchsanweisung! Wir haben alles was wir brauchen und müssen uns nicht schützen, sondern dürfen es gut benutzen…
Auf Gottes Stimme hörenIch will Gottes Wort ernst nehmen und riskiere hier gerne mich als fundamentalistisch bezeichnen zu lassen…Fundamente lassen uns stehen...ich sehne mich nach klaren Ansagen im Gebet und vor Gott … ich hatte leider das Gefühl, dass sich manche auf den Schlips getreten gefühlt haben, wenn die Bibel zitiert wurde… ich versteh die Ängste dahinter: ja Menschen können Gottes Wort missbrauchen und habe ich erlebt. Aber das macht Gottes Wort nicht ungültig. Es ist und bleibt unsere Richtschnur. Auch hier: abusus non tollit usum. Es geht hier ja nicht drum Zitate für die eigene Meinung zu finden, sondern Gottes Wort für sich sprechen zu lassen und daraus dann seine Meinung zu bilden… ich glaube nicht, dass alles beliebig ist und ich glaube dass Gott spricht! Manche Dinge mögen austauschbar sein, das seh ich genauso, aber sehr viele Dinge werden klar in Gottes Wort benannt…
2. Gedanken zum Ehemaliger Ä-Kreis…
- Dank
- Wollten sie wirklich gehen oder einfach unser Vertrauen?
Irgendwie scheint auf auf dem Konzil für jeden klar gewesen zu sein: Der Ä-Kreis will/kann nicht mehr… ich frage: ist das tatsächlich so? Ich kann hier nur meine Gedanken schreiben und will niemandem was in den Mund legen, aber ich glaube die Jungs würden weiterleiten. Vielleicht war das Konzil so ne Art Vertrauensfrage und wir haben am Thema vorbeidiskutiert, indem wir uns die Frage gestellt haben, wie wir ohne sie klarkommen (können/müssen)….…. ja vielleicht braucht es eine andere Zusammensetzung, ja vielleicht muss man nochmal klar eine Aufgabeneingrenzung und Delegationsabsprachen vornehmen, aber ehrlich gesagt, glaube ich, dass sie bereit wären, wenn wir ihnen unser Vertrauen aussprechen. lasst uns sie doch mal fragen…
Vertraue ich / vertraust du Ihnen?
Ja! Ich stell mich hinter die Jungs. Ich sah in ihrer Leitung als einen Schatz, der mir die Freiheit gibt, die Dinge zu tun, wozu Gott mich berufen hat.
3. Gottes Souveränität
ich bin mir bewusst dass mein Blogeintrag nur Teilaspekte behandelt.... Ich bin dankbar für jeden ergänzenden Beitrag
8 comments:
hi... wäre es möglich, deinen beitrag auch ins konzil-forum zu stellen...
das problem ist sonst, dass sich alles auf zig blogs verstreut...
die gedanken, die du äußerst, sind auf jeden fall wichtig, für alle, die sich auch im forum gedanken machen, aber nicht jeder kann sich das alles zusammensuchen...
rahel hat einen rubrik erstellt: "Blogeintrag Kopien, damit nicht so viel auf den Blogs rumgehüpft werden muß"
ja is schon möglich... kann ich machen..
"Ich will Gottes Wort ernst nehmen und riskiere hier gerne mich als fundamentalistisch bezeichnen zu lassen…Fundamente lassen uns stehen..."
ganz genau ... und Fundamentalismus kommt halt aufs Fundament an.
"Niemand kann einen anderen Grund legen, außer dem, der gelegt ist - welcher ist Jesus Christus." 1.Kor.3.11
Wo Strukturen, Prinzipien und Leitungen sich nicht im Wort Gottes, die Bibel, gründen bzw. dadurch belegen lassen und/oder der Bibel widersprechen, da haut's einen aus der Kurve irgendwann.
Schön, deine Gedanken zum Konzil zu lesen.
Sam
für Interessierte: die Konzilprotokolle sind unter http://freakipedia.de/Konziltreffen öffentlich einzusehen
Hallo Süße,
mach Dir das Herz nicht zu schwer, weil Du dort nichts gesagt hast. Ich glaube nicht das es zu spät ist um noch etwas zu sagen.
Freu mich Euch bald wieder zu sehen :)
das seh ich auch so! I´m Confident, because our God is huge. Was ich zu sagen habe is klein - halt Stückwert (um mal Bibelfromm zu sprechen ;-) *hehe*), aber unser Gott is mächtig *jubel*.
Geil, finde deine Gedanken sehr passend. Du hast Dinge gesagt, auf die ich nicht gekommen wäre, wo ich aber voll dahinter stehe.
Vor allem die Sachen mit: Dass Dinge nicht deshalb falsch werden, nur weil sie mißbraucht werden könnten. Und die Punkte, dass wir aus Angst und Mißtrauen uns selbst Knebel anliegen und uns damit blockieren und deshalb die richtigen Dinge gar nicht passieren können.
Und natürlich der Punkt, dass die Strukturen nicht unser Hauptproblem sind, sondern dass was ganz allgemein gesagt menschlich ist.
Sehr wichtige Ideen!
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